Warum überhaupt Ausbinder/Hilfszügel?

Pferde sind von ihrer körperlichen Konstruktion her zum Tragen von Gewichten von der Natur her nicht gebaut. Damit sie keine gesundheitlichen Schäden davontragen, müssen Pferde langsam und kontinuierlich trainiert werden. Für das Tragen von Gewichten muss die Muskulatur umgeformt werden. Hierzu ist eine Anlehnung (eine leichte und konstante Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul) nötig um den Schub aus der Hinterhand einen Gegenpol zu bieten. Das Trainieren von Muskelgruppen kann nur über ein gleichmäßiges an- und abspannen der betreffenden Muskeln erfolgen. Eine statische Beanspruchung wirkt sich negativ aus.

Physisch heißt das: Wenn Kraft erzeugt wird, braucht es einen Gegenpol um diese zu speichern. Stellen Sie sich einen Ast vor, den man spannen will. Es braucht zwei Haltepunkte – einen vorne und einen hinten. Genauso ist es bei der Rückenaufwölbung. Schwung wird hinten erzeugt und muss vorne leicht abgefangen werden um den physischen Gesetz zu folgen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Hilfszügeln sind:

·       Gewöhnung des jungen Pferdes an die Arbeit unter dem Sattel oder im Geschirr

·       Unterstützung der Ausbildung des Reit- oder Wagenpferdes allgemein

·       Erleichterung der Ausbildung bei vorliegenden Exterieurmängeln

·       Ausbildung des Pferdes ohne Belastung durch das Reitergewicht

·       Korrektur reiterlich oder fahrtechnisch verdorbener Pferde

·       Bewegen von Pferden, die krank gewesen sind und langsam wieder an ihr tägliches Arbeitspensum herangeführt werden

·       Fortgeschrittenes Stadium der Ausbildung

.       Reitausbildung junger und erwachsener Reitschüler